Mein Name ist Ulrich Fuchs, ich unterstütze als freier Berater Anwenderunternehmen und Beratungshäuser in allem, was im Umgang mit dem ERP-System "Infor LN" und seinen Vorgängerversionen (Baan IV, Baan V) so an Aufgaben anfällt. Ich bin Projektleiter, Berater und Softwareentwickler, und weil ich alle drei Rollen tatsächlich beherrsche, bin ich der Joker immer dann, wenn's anspruchsvoll wird.

Weil Neuigkeiten, über die ich so stolpere, vielleicht auch für andere interessant sind, gibt's dieses Blog. Meine Kontaktdaten finden Sie unter
www.ulrich-fuchs.de.



Sonntag, 3. Januar 2016

Das Blog ist tot, es lebe das Blog.

So, dieses Blog zieht zum Jahreswechsel um! Diese von google bereitgestellte Plattform nervte mich schon länger mit eingeschränkten Möglichkeiten, und ich habe noch ein bisschen mehr vor als hier.

Ab sofort finden Sie Nachrichten, Tips und Wissenswertes rund um Infor LN im neuen Blog


unter http://all-in-for-erp.com/de/blog/

Es gibt einen sauberen RSS-Feed zum Abonnieren, und auch einen Newsletter, in den Sie sich gerne eintragen dürfen. Über den kommen dann Hinweise zu wichtigen neuen Artikeln, und diverse andere Informationen rund um All in for ERP. Insbesondere ist da gerade ein Podcast zum Thema ERP und ERP-Beratung in der Entstehung. Sobald die ersten Folgen online gehen, wäre das zum Beispiel eine Information, die ich über den Newsletter verteilen würde. Schauen Sie sich's an, bookmarken Sie's, abonnieren Sie's, es lohnt sich!

Es dankt für Ihre treue Leserschaft an dieser Stelle
Ihr

Ulrich Fuchs

Sonntag, 13. Dezember 2015

Und gleich noch ein paar Jobangebote

Jetzt drubbelt sich's gerade:

Die IKS sucht einen Inhouse-Infor-LN Berater/Softwarentwickler nach Filderstadt.

Und Pharmatechnik dito einen Inhouse-Berater ERP/CRM nach Starnberg.

Und Messer Information Services einen Anwendungsbetreuer Controlling/Finance nach Groß-Umstadt.

Und noch ein Stellenangebot für Infor ERP LN

Diesmal von der Physik-Instrumente GmbH, als Infor LN Anwendungsbetreuer in Karlsruhe.

Donnerstag, 12. November 2015

Standard-Tabellen anpassen?

Ein Kollege hat mich vor ein paar Tagen nach meinem "Königsweg" gefragt, wenn es um Anpassungen im Bereich des Data Dictionaries geht. Angenommen, man braucht weitere Felder im Artikel- oder Kundenstamm, dann hat man heute drei Alternativen:

a) Standard-Tabelle in die Anpassungs-VRC ziehen und erweitern

b) Zusatztabelle definieren und dazu lesen

c) Customer defined fields nutzen.


Hier meine Strategie:

Wenn ich Development auf dem Kundensystem habe, ziehe ich die Tabellen hoch und erweitere sie. Wenn nicht, sollte man customer defined fields nutzen, in der neuesten Version tun dies wohl ausreichend gut (habe sie aber selbst noch nicht genutzt, weil meine Kunden in der Regel eine Development-Umgebung haben. Die gehört für mich ohnehin zur Grundausstattung).

Customer Defined Fields haben zwar den Vorteil, bei Featurepack-Wechseln keine Arbeit zu machen. Aber so viel Arbeit sind geänderte Standardtabellen auch nicht, und man hat die bessere Administrationsumgebung (kann die Tabellen mit PMC vom Test- auf den Echtrechner kontrolliert ausliefern, hat nicht noch eine zweite Stelle, an der Anpassungen verborgen sind, an die man denken muss, etc).

Früher (zu Baan-IV-Zeiten) hatten wir alle ja panische Angst vor einem "Reconfigure Table". Noch vor zehn Jahren war das furchtbar instabil, und wenn einem der Reconfigure auf dem Kundenstamm oder Artikelstamm abgeschmiert ist, war der gemütliche Abend gelaufen. Daher kommt glaube ich bei vielen Beratern, gerade bei denen, die länger dabei sind, das Zögern und Zaudern, solchen Standardtabellen kundenspezifische Felder hinzuzufügen. Weil man immer auf den Reconfigure angewiesen ist.

Nur zwei Bemerkungen dazu: Erstens: Der Reconfigure-Lauf ist heute wesentlich stabiler und in der Regel über ein ALTER-TABLE-Statement an die Datenbank ausgelagert. Da bleibt man nicht mehr mit ner halb vollständigen ASCII-Datei und ner gedroppten Tabelle liegen. Und zweitens: Auch Cutsomer Defined Fields benötigen einen Reconfigure. Sie sind zur Laufzeit nichts anderes als normale Tabellenfelder in der Kunden-VRC, sie werden nur in einem zweiten Topf verwaltet.

Aber ich behaupte, dieser zweite Topf ist eigentlich nicht notwendig. Eine auf herkömmliche Weise geänderte Tabelle ist im Data Dictionary explizit kommentiert. Man kann ein diff machen und sieht, welche Felder ggf. ergänzt werden müssen, wenn eine neue Solution kommt. Ich hab mal bei einem Kunden alle Data-Dictionary-Anpassungen (ca 20 geänderte Tabellen) im Rahmen eines Featurepackwechsels in ca 1,5 Stunden mit dem neuen Standard zusammengefahren. Das geht wirklich schnell von der Hand.

Auf keinen Fall sollte man Zusatztabellen definieren ("Rucksacktabellen" oder "Huckepacktabellen", wie wir die Dinger früher nannten), die den Primärschlüssel irgendeiner Standardtabelle haben und dann die Zusatzfelder, die man da gerne noch hätte. Die muss man nämlich mit Programmcode in die normalen Sessions reinhängen. Früher war das richtig Hölle. Inzwischen gibt es zwar die Funktionalität der "Secondary Tables", das macht's einfacher, aber man muss dennoch Standard-Skripte anpassen. Und das ist eben ziemlich wartungsunfreundlich, insbesondere was das Einspielen von Solutions angeht (die ja selten neue/geänderte Tabellendefinitionen, aber häufig geänderte Programmskripte mit sich bringen). Und man braucht ne Sourcecodelizenz. Auch zu der rate ich ja aus diversen Gründen immer ganz dringend, aber ne Auster kann im Hinblick auf Verschlossenheit diesbezüglich von Infor noch viel lernen.

Mittwoch, 4. November 2015

Journalisten.

Man wundert sich ja schon, was so manche Schreiberlinge sich aus den Fingern saugen. Infor ein skandinavisches Unternehmen? Ich find's schön, dass Infor beim "Clash of the Titans" dabei ist.

Der Artikel referiert eine Studie, die ein paar Vergleiche zwischen den Systemen vornimmt. Allzuviel würd ich auf solche "Studien" ja nie geben, zu oberflächlich sind sie gemacht, und zu sehr sind die Kennzahlen durch's Marketing gedreht, als dass man sie für bare Münze nehmen sollte. 24% der Infor-Kunden nutzen "ERP-Module" aus der Cloud? Ein "ERP-Modul" ist viel, ERP aus der Cloud ist's jedenfalls nicht. Dennoch freut's mich, dass Infor insgesamt ziemlich gut abschneidet.

Die mit einem Körnchen Salz zu genießende Abhandlung kann hier bei Panorama Consulting angefordert werden.

Freitag, 30. Oktober 2015

Infor's Online-Hilfe online

Infor hat schon vor einigen Monaten still und leise einen Schritt gemacht, den die anderen großen ERP-Anbieter auch schon getan haben: Nämlich die Anwenderdokumentation der Software frei zugänglich ins Web zu stellen.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieser Schritt gefreut hat. Erstens, weil damit die leidigen Fragen auf Baanboard aufhören, bitte irgendwelche urheberrechtliche geschützen Unterlagen zugeschickt zu bekommen. Zweitens aber vor allem, weil es ein weiterer Schritt weg von der sinnosen Geheimniskrämerei um "intellectual property" ist, den Infor irgendwie aus der Baan-Ära mit übernommen hat.

Ich bin ja sehr der Meinung, dass in der IT der möglichst großherzige Austausch von Information mit allen Stakeholdern zentral ist, um Marktanteile wenigstens zu halten. Und das sind eben nicht nur die Herstellermitarbeiter und die Kunden, sondern alle, die mit und an und rund um das Produkt beruflich zu gange sind. Ich bin felsenfest überzeugt, dass sich Marktanteile dann vergrößern, wenn man es schafft, ein "Ökosystem" rund ums eigene Produkt aufzubauen, weil einem dieses Ökosystem im Vertieb hilft zu zeigen, dass man zu den großen Mitspielern gehört. Das ist leider der Punkt, an dem Infor im Gegensatz zu anderen Anbietern bis heute stark hinterher hinkt. Aber, wie gesagt, die Dokus mal frei auszuteilen, ist schon mal ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Insofern, für alle, die diesen Link noch nicht in den Bookmarks haben, nehmt ihn da rein. Und RTFM, bei Gelegenheit.

docs.infor.com

Dort auf Infor LN, und man hat die Online-Dokus zu 10.3, 10.4 und der aktuell nur als Cloudversion verfügbaren 10.4.1.

Leider nicht für alle Versionen in allen Sprachen, aber das, was da ist, ist in der Praxis wirklich ausreichend: Für 10.3 gibt es die Online-Hilfe auf Deutsch, Englisch und eine Reihe weiterer Sprachen, für 10.4 nur auf englisch. Für 10.4.1., zwar auch nur auf englisch, aber immerhin, zusätzlich den kompletten Satz der pdf-Anwenderhandbücher.




Samstag, 24. Oktober 2015

So, auf geht's

Das Blog hier war ja eine ganze Zeit lang eingemottet. Ich denke, es wird Zeit, das mal aus dem Schrank zu holen, abzuklopfen und ein bisschen zum Auslüften raus zu hängen. Ich gehe davon aus, das es besser passt denn je. Insofern: Freuen Sie sich auf neue Inhalte hier.

Donnerstag, 18. April 2013

Die beste Nachricht

aus der Politik in Bezug auf Software und EDV seit Jahren: Der Bundestag will die Möglichkeiten zur Softwarepatentierung endlich wirksam einschränken. Und zwar durch einen übergreifenden Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, der tatsächlich von einem Verständnis des Problems zeugt, das kleine Softwareentwickler heute ganz massiv haben. Wie schreibt jemand erstaunt im Heise-Forum: Wer sind die, und was haben die mit unseren Politikern gemacht?

Dienstag, 19. März 2013

Der Vorteil eines großen Monitors

besteht, wie ein Produktionsschef hier eben ganz richtig anmerkt, der einen 21-Zöller ausprobiert, auch und ganz besonders in folgendem: Wenn man seinen Terminkalender aufruft, hat man auf einmal viel mehr Zeit!

Freitag, 25. Januar 2013

Vorsicht, Falle bei Project Pegging in Multisite

FP8 bringt ja bekanntlich das Project Pegging mit, das dafür sorgt, dass man anonyme Artikel tp-projektbezogen durch Pakete außerhalb tp durchschleusen kann. Prinzipiell eine begrüßenswerte Richtung, die Infor da bezüglich des grundlegenden Softwaredesigns einschlägt.

Aber Achtung! Wenn ich diese Solution richtig interpretiere, funktioniert für einen solchen Fall die interne Rechnungsstellung nicht mehr (Bilateral/Triangular Invoicing):

http://www.inforxtreme.com/espublic/Search/1166912.asp

Wie gesagt, ich entnehme diese Information nur dem Solutiontext, habe es selber nicht ausprobiert und lasse mich gerne eines besseren belehren. Falls Infor da wirklich noch Hausaufgaben zu machen hat (ich hoffe sehr, sie machen sie) lasse man also besser Vorsicht walten, wenn es um den Einsatz von tp-Pegging in Multisite-Umgebungen geht!

Montag, 14. Januar 2013

Infor.de Webcasts / Webinare

Infor Deutschland hat seine Webseite jetzt auch auf das neue Design umgestellt. Irgendwie scheint der Link auf die aufgezeichneten Webinare verloren gegangen zu sein. (Oder ich bin nur zu blöd, ihn zu finden). Deshalb dieser kleiner Merker, die Webinare sind hier.

Montag, 26. November 2012

Eine (fast) Homestory

über Charles Phillips und die stylische neue Infor-Zentrale in New York gibts hier zu lesen. Infor, das wie Startup-Unternehmen gemanaged wird. Naja.

Freitag, 16. November 2012

Baan Blogs

Ich muss mal anfangen, mir eine Liste mit diversen Baan-Blogs anzulegen. Sorry, Infor ERP10.2 LN-Blogs, ich lerns wohl nimmer. Die bloggenden Kollegen aber auch nicht, wie man den Namen der beiden Blogs entnehmen kann, die ich bislang aufgetan habe. (Vorschläge für weitere nehme ich gerne entgegen).









Donnerstag, 25. Oktober 2012

Angetreten zum Appel






Etwa ein Jahr nach der Ankündigung, nach New York umzuzuiehen, hat Infor das nun auch getan. Und sich dabei ein neues Corporate Design verpasst. Schon wieder.

Dabei hatte sich das letzte, weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund mit roten Betonungen, doch grade so schön fleckendendeckend etabliert. Von der Webseite, über die Präsentationsvorlagen und Bildschirmschoner der Berater, bis hinein in die Workspace-Oberfläche der Anwendung. Eigentlich wollte ich das hier immer mal loben. Endlich hatte man erkannt, dass sich Software im 21. Jahrhundert nicht mehr mit grauen-Maus-Masken verkaufen lässt. Zusammen mit dem "nennen-wir- einfach-mal-alle-Produkte-im-Bauchladen-EPR10"-Trick war es auch diesem Design zu verdanken, dass die Marke "Infor" heute wieder sichtbar und als solche erkennbar ist.

Nun ja, wer weiß. Vielleicht war dieses alte Design dem von Oracle ja doch zu ähnlich, und der Larry hat den Charlie mal freundlich drauf hingewiesen, dass er das doch mal zügig ändern lässt. Wenn man die Webseiten mal so gegeneinander hielt, war der Gedanke nicht so abwegig. Und dann auch noch dieses "O" vom alten Infor. Ein Rechteck mit abgerundeten Ecken. Auf abgerundete Rechtecke hat bekanntermaßen die Firma mit dem angenagten Apfel einen weltweiten Alleinanspruch.


Um so erstaunlicher ist es, dass das neue Design, mit dem Infor "beauty a competence", also die Schönheit zur Kernkompetenz machen will, sich massiv an eben jenen technologischen Sektenführer aus Cupertino anlehnt. Weißer Hintergrund, knuffige runde Schriften, viel freie Fläche und: Viele Bildschirme mit runden Ecken. Ich geb zu, ich mag's. Nur dieses komische Dach auf dem i vom neuen Infor-Logo finde ich, naja, komisch. Was soll das sein? Eine stilisierte Fabrik? Eine siebziger-Jahre-Tastatur im Querschnitt? Saß der Designer bei diesem Einfall vor einer Miele-Waschmaschine? Ist's gar eine Referenz ans Türkísche?

Aber ich will eigentlich gar nicht mäkeln. Ich finde den Ansatz höchst lobenswert, die Arbeitsoberfläche von ERP-Systemen auch für die eigentlichen Anwender (und nicht nur für die Manager, die mit Daten eh nichts anfangen können und deswegen bunte Bildchen brauchen) nicht nur praktisch, sondern elegant, ja vielleicht sogar schön zu machen. Erstens verkauft sich die Software dann besser, und Infor kann gar nicht genug Software verkaufen, wenn es nach mir geht. Und zweitens sollte es das Selbstverständnis von ITlern sein, Arbeitswelten zu gestalten. Mit unseren Systemen müssen tausende Menschen umgehen. Die müssen die Dinger täglich stundenlang ansehen. Man sollte ihnen da durchaus etwas schönes auf den Bildschirm geben. Darum funktioniert Apple, wie Apple funktioniert. Ich weiß nicht, ob das auch für ERP-Systeme gelingen kann: Daten bleiben Daten, die jemand irgendwann eingeben muss, man kann sie nicht ins System reinmalen. Dazu braucht man vor allem eines: Viele langweilige Textfelder. Und aus ist's mit dem stylischen Design.

Aber man kann es versuchen. Der nachrichtenbasierte Ansatz, der sich jetzt im Workspace findet, geht in die richtige Richtung: Eine Leiste mit Kurznachrichten, die teils von Personen, teils vom System generiert werden, die man sich als Aufgabe anziehen und fertigmelden kann, und die einen Workflowstatus weiterschalten. Für die wenigen echten Workflows, die ein Unternehmen hat, sicher eine schöne Lösung. Allerdings wird man immer bei der täglichen Arbeit mit dem System in der Mehrzahl andere Trigger haben, die nicht aus dem System kommen: Leute rufen einen an und fragen nach einem Auftrag. Da gibt's keinen Link, auf den man klicken kann, da muss man ein Einstiegsprogramm und eine Suchmaske haben. Aber vielleicht bekommt man in der Skype- und Twitterwelt die Leute ja auch dazu, statt anzurufen den Link auf den Auftrag mit einer kurzen Nachricht weiterzuleiten. Ich finde diese Entwicklung jedenfalls spannend. Nichts, was uns in den nächsten drei Jahren wirklich weiterhelfen wird. Aber etwas, was man im Auge behalten und weiterentwickeln sollte.

Apropos weiterentwickeln: Für die Durchgängigkeit des schönen Designs in die Applikationen hinein, für "making beauty a competence": Können wir bitte einen Texteditor in ERP LN kriegen, der Fett und Kursiv kann und einen integrierten grafischen Reportgenerator, statt diesem mühsam angeflanschen Microsoft-Dings? Sorry, bei aller Freude über die guten Entwicklungen bei Infor: Bitte die angestauten Technical Debts auch mal abtragen. Sonst kriegt man ein außen-hui-innen-pfui-Image, und das hat eigentlich weder die Software noch die Marke noch die Firma Infor verdient.